Archiv der Kategorie: Schauplätze

Galaxien, Planeten, Sonnensysteme, Städte

Commerza

Die fliegende Stadt Commerza ist – wie der Name schon sagt – ein Handelsstadt, welche von den Hamamesch geleitet wird. Visuell erinnert die fliegende Stadt an einer der fliegenden Fabriken über den Level-Planeten Zimbag in Endreddes Bezirk.

Hier konzentrieren sich 100 Mio Einwohner auf einer Fläche, die nur halb so groß wie Deutschland ist. Deswegen sind die Bedingungen auch hier teilweise nicht gerade lebensfreundlich, zumal es hier auch an Grün fehlt. Von weitem mag die Stadt durch die vielen Lichtquellen spektakulär aussehen, beim näheren Hinsehen entpuppt sich die Architektur eher schnöde – fast wie in einem Industriegebiet oder in einer amerikanischen Stadt, nur noch grauer. Zudem herrscht hier teilweise eine qualvolle Enge. Es gibt hier viele 3D-Holo-Werbungen, während zahllose Luftschiffe die Einwohner permanent akustisch mit Werbung berieseln.

Die fliegende Stadt Commerzia auf dem Rideryon
(C) Stefan Wepil

Für einen terranischen Besucher ist ein Aufenthalt hier wegen der vielen Sinneseindrücke äußerst anstrengend. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hamamesch sich an unterschiedlich wechselnden Tageszeiten anpassen müssen (milder „Jetlag“), da wegen der besonderen Bewegungsrichtungen der Sonnen auf Rideryon unterschiedliche Tageslängen ergibt. Auch der Flug der Stadt selbst kann zu Zeitverschiebungen und damit zum Jetlag der Einwohner führen. Das Aufkommen der Hamamesh hat das Leben in ganz Rideryon spürbar verändert, denn es ist hier nun so etwas wie moderner Kapitalismus eingezogen. Das Auftauchen von Commerza kann bei einigen Einwohnern Unbehagen verursachen, wenn die riesige Stadt über die Sonne zieht und so ein ziemlich großes Gebiet verdunkelt.

Ajinahstadt

Ajinahstadt ist die wichtigste Metropole auf dem Riff. Benannt nach der großen Liebe Nistants erstrahlt sie in hellem Weiß. Ein Wahrzeichen ist ein 700 m hoher Spiralturm, zu dem niedrigere Gebäude sternförmig zulaufen.

Ajinastadt bedeckt eine Fläche von der Größe Nordamerikas, riesig und für Rideryon-Verhältnisse wiederum winzig. Sie hat 513 Mio Einwohner, kann sich also durchaus mit Dom messen – auch von der Schönheit her. Sie ist modern und antik zugleich – auch da gibt es Gemeinsamkeiten mit Dom. Ebenso das Charakteristikum, dass es hier viele Viertel mit eigenständigem Flair gibt. Sie können von ägyptisch, griechisch und römisch über Gotik und Jugendstil bis hin zu futuristischen Formen reichen, wobei diese Elemente auch gemeinsam an einem Gebäude kombiniert sein können. Andere Gebiete würden den Besuchern wiederum an einen kleinen Dorf in Süddeutschland erinnern. Auch die Farbgebung ist unterschiedlich, aber immer dominieren hier sehr helle Töne. Es gibt Viertel mit verschiedenen Pastelltönen, Weiß oder Metallictönen. Diese Stadt wirkt trotz ihrer Größe verblüffenderweise „verschlafen“, ist also im Gegensatz zu Dom nur selten hektisch und lärmig. Das Stadtklima wird noch zusätzlich durch teilweise bizarren Parks und riesigen Gärten günstig beeinflusst.

Ajinahstadt auf dem Rideryon
(C) Stefan Wepil

Wie Dom ist auch diese Stadt strukturell „wie gewachsen“, wenn auch lockerer gebaut. Der eigentliche Stadtkern ist mit 8 Mio Einwohnern winzig, danach geht es schnell meist in gartenstadtähnlichen Siedlungen über. Nur hier und da gibt es Cluster von Wolkenkratzern, die aber ebenfalls „antik“ sind. Man hat nicht unbedingt das Gefühl, in einer riesigen Stadt zu sein, wie etwa in Dom. Da die Stadt in einem zerklüfteten Hügelgebiet mit gelblichem bis ockerfarbenem Gestein gebaut wurde, gibt es am Rande der Stadt in Fels eingehauene Häuser, z. B. im Velkat-Viertel. Auch ansonsten sind die Häuser aus einer einheimischen Marmor-Art oder aus Sandstein gebaut worden.

Das Viertel Velkat in Ajinahstadt auf dem Rideryon.
(C) Stefan Wepil

Im Zentrum selbst merkt man von der kargen Umgebung nichts mehr. Es gibt sicherlich verlassene Steinbrüche; man erkennt sie aber wegen der langen Stillegezeit nicht mehr. Die moderne Technik verbirgt sich meistens „unter der Haube“. Es gibt 50 Flüsse, die durch das Stadtgebiet fließen und so für Trinkwasser und den Schiffsverkehr wichtig sind. Von diesen Flüssen können Kanäle und Grachten ausgehen, so dass manche Viertel ein wenig an Venedig erinnern. Das Umland und Klima ist gemäßigt, etwa vergleichbar mit Mitteleuropa, also warme Sommer und milde Winter mit nur selten Schnee; jedoch ist es in der Stadt selbst seltsamerweise stickig und schwülwarm. Die Geländeformen bestehen aus Ebenen, Flüssen, Wäldern, kargen Landstrichen und mittelhohen Bergen, vergleichbar mit dem Harzgebirge. Das milde Klima wird auch durch die recht kurzen Sidylas begünstigt; hier dauern sie nur 26 Stunden. Das gesamte „Manjor-Land“ hat eine Fläche von der 20-fachen der Erdoberfläche. Es gibt auch in etwa 7000 km Entfernung östlich davon ein Ozean von der Größe des Indischen Ozeans, das Gargod-Meer.

Ajinahstadt auf dem Rideryon
(C) Stefan Wepil

Im Zentrum der Ajinastadt befindet sich ein riesiger Rechner namens AJITRAC, dessen Leistung sich durchaus mit der von NATHAN aufnehmen kann. Die „Kartographierung“ des Riffs erfolgte beim Zusammenbau, und zwar schrittweise. Jede neu hinzugekommene Welt wurde sorgfältig dokumentiert. Trotzdem kennt kein Wesen das ganze Riff, auch gibt es darum über verschiedene Landstriche nur als „Mythen“, und das ist von Volk zu Volk verschieden. Niemand wird das Riff ganz begehen können, allenfalls Landstriche von der vielfachen Planetenoberfläche. Daher gilt Rideryon mit normalen Mitteln als „unerforschbar“ – trotz des Supercomputers. Vieles wird auch wieder vergessen.

Das Technikerhaus von AJITRAC in Ajinahstadt
(C) Stefan Wepil

Amunrator

Amunrator ist eine unterirdische Stadt an der Grenze zum Herrschaftsgebiet der Ylors. In Amunrator leben vor allem viele Gannel. Die Stadt gilt als Hochburg der Wissenschaft und Raumahrttechnologie. Hier wurde auch das Raumschiff des Rideryon-Spähers konstruiert.

Die unterirdische Stadt Amunrator auf dem Rideryon.
(C) Stefan Wepil

Diese Stadt hat ca. 198 Mio Einwohner und kann als „lärmigen, chaotischen Ameisenhaufen“ bezeichnet werden. Es gibt lange Gänge, teils roh, teils mit Fassaden und riesige Kammern bis zu 600 m Höhe. Zwar sind auch die Wände bebaut, es gibt aber auch freistehende Gebäude, fast wie in Ajinastadt. Hier hat man teilweise den Eindruck, sich im Freien aufzuhalten, wenn man von den vielen künstlichen Lichtquellen gerade absieht. Die Architektur der Häuser kann man als „kühl“ und eher schlicht bezeichnen, obwohl es auch hier einige durchaus schöne Ecken gibt. Es gibt viele solcher „Kammern“, die man im Prinzip als eigenständige Städte ansehen kann. So kann man hier ebenfalls verschiedenartig gestaltete Viertel vorfinden. Auch hier gibt es Parks, Gärten und Felder, die durch künstliche Minisonnen und Bewässerungsanlagen versorgt werden. Sogar künstliche Seen, die durch Höhlenmeere gespeist werden, findet man hier. Einige der Kammern sind reine Werften oder Industriegebiete. Der Querschnitt durch Amunrator würde dem Betrachter eine Ähnlichkeit mit einem Termitenbau vermitteln. Von außen ist Amunrator nur durch „Ausstiegsluken“ erkennbar, damit die Gannels Kontakt zur Außenwelt haben und auch das nötige wissenschaftliche Gerät bzw. fertiggestellte Produkte, wie dem Rideryon-Späher transportiert werden können. Gebaut wurde diese Stadt in einer natürlichen „Trockenhöhle“, die dann umgebaut wurde. Das Umland der „Luken“ ist meist karg mit Steppen und Wüsten.

Rideryon Tholmonde

Die Thol-Monde könnten man in der geistigen Fantasie sich wie „Fische“ vorstellen, die das Riff umschwärmen. Jeder der Monde ist individuell, obwohl sie eine „genormte“ Größe von 500 km Durchmesser haben. Sie haben ebenfalls sehr vielfältige Umwelten, also Wüsten, Savannen, Wälder, Meere oder Berge, wobei diese jedoch dominieren. Von den Monden hat man oft einen grandiosen Ausblick auf Rideryon. Man hat teilweise den Eindruck, dass man wie in einem Flugkörper Rideryon überfliegt. Andere Thol-Monde können sich zwischen den gewaltigen „Berggipfeln“ hindurch bewegen. Beim Anflug würde man die Thol-Monde zunächst wie feine Staubkörner erscheinen, ehe sie dann das wahre Aussehen offerieren. Würde man die Monde auf die ganze Fläche Rideryons verteilen, so wären sie im Durchschnitt 2,5 Mrd. km voneinander entfernt. Es gibt aber in Wahrheit große Gebiete, die (zurzeit) „mondleer“ ist, während anderswo die Monde sich vorübergehend zu Clustern zusammenballen können. Das ist durch die dynamischen Bewegungen der Thol-Monde zueinander bedingt. Offensichtlich verhindert eine hohe Technik (z. B. Art „Radar“ wie bei der Einparkhilfe der Autos), dass die Monde zusammenstoßen. Deswegen sieht auf Rideryon auch der Himmel jeden „Tag“ niemals gleich aus. Das ist in etwa vergleichbar mit einem sich schnell bewegenden Sternenhimmel.

Tholmond
(C) Stefan Wepil

Während einige Monde Rideryon nahe sind, sind andere Monde im gesamten Resif-Sidera verteilt. Einige dienen als Energiestationen für die Nebelbarriere, andere als Versteck für Verbrecher und die Arawakpiraten. Die Monde verfügen über Gravitationsverstärker, einen Antrieb und einen Schutzschirm. Somit wird die Atmosphäre gehalten und sie dienen als Satelliten, um weitere Reisen durchzuführen, so zum Beispiel, um neue Galaxien auszukundschaften. Allerdings wird von dieser Möglichkeit kein Gebrauch mehr gemacht. Erst als Cul’Arc zurückkehrt, wird ein Tholmond für Siom Som eingesetzt. Alle Monde können sowohl in die Atmosphäre von Rideryon „eintauchen“, als auch wie „Beiboote“ weiter weg vom Rideryon „fliegen“.

Die meisten verteilen sich in einem Radius von 200 Millionen km um das Riff. Schließlich muss die Sonnenwärme auch bei ihnen ankommen. Zwar gibt es auch welche an der Unterseite, diese sind aber bis zu 4 Billionen km entfernt, liegen inmitten der Nebelbarriere und haben keine Atmosphäre. Diese Monde sehen „ursprünglich“ aus, nämlich öde und kahl – so wie man von Himmelskörpern dieser Größe erwarten würde. Es sind reine Stationsmonde, Wachposten oder Energieversorger und nur selten in Bewegung. Dadurch sehen sie auch unauffällig und harmlos aus und niemand würde man ihre Künstlichkeit ansehen, wenn man von den geringen „Zivilisationsspuren“ (die Anlagen) davon mal absieht.

Landschatf auf Thol 7612
(C) Stefan Wepil

Das Wort Thol stammt aus dem Sargomophischen und bedeutet „Mond“. In der Tat bezeichnet Thol alle Monde (Riff-Satelliten) des Resif-Sideras Insgesamt gibt es 8000 solcher Monde. Jeder Mond hat einen exakten Durchmesser von 500 Kilometern.

Die Bevölkerung wird im Allgemeinen als Riesen von Thol bezeichnet. Sie sind zumeist zwischen 2,50 Meter und 2,90 Meter groß, kräftig gewachsen und sind stark beharrt. Ihr Körperbau ist humanoid. Sie selbst bezeichnen sich als Tholaner und leben in kleinen Gemeinden. Riesen von Thol sind trotz ihres erschreckenden Äußeren sehr sensibel, insbesondere im Umgang mit der Natur.

Auch die Monde sind besonders. Auch sie haben Sauerstoffatmosphären, obwohl sie eigentlich zu klein dafür sind – im Normalfall würden sie wegen der geringen Masse keine Lufthüllen halten können. Im Prinzip schwimmen die Monde in der Luft wie im Wasser, d. h. sie „teilen“ die Atmosphäre mit Rideryon. Deswegen gibt es auch keine Thol-Monde mit Methan- oder sonstiger Giftatmosphäre. Weiter bizarr ist, dass es hier scheinbar keine Rochesche Grenze zu geben scheint – offensichtlich verhindern neutralisierende Schwerkraftfelder, dass die Monde auf Rideryon abstürzen oder zerbröseln. Daher macht die „500-km-Normierung“ auch durchaus einen Sinn, denn mit größeren Himmelskörpern würde die „Anti-Roche-Mechanik“ zu aufwändig und energieintensiv sein. Es gibt daher auch Monde, die ziemlich nah am Riff vorbeiziehen.

Thol7612

Dieser Riff-Satellit wird zur Beobachtung der Randbezirke von Siom Som eingesetzt. Dabei werden die Entropen und die Besatzung der FLASH OF GLORY im Mai 1307 NGZ auf ihn aufmerksam. Hier gibt es bei einem rötlichen Himmel und einem tropisch warmen Klima goldene Wiesen und rötliche Wälder. Ebenfalls charakteristisch sind die grauen Türme, die in der Landschaft leicht unpassend wirken.

Thol2777

Auf diesem Mond blüht der Schwarzmarkt, der Drogen- und Alkoholhandel sowie die Prostitution. Dieser gemäßigte Mond wurde als stark blühend mit weißen Städten mit niedrigen Gebäuden beschrieben. Es gibt dort zwei Kontinente.

Thol2222

Thol2222 ist Anlaufpunkt für die sog. Riffpiraten und alle anderen Gesetzlosen. Es handelt sich um einen tristen Steppen- und Wüstenmond.

Thol0001

Dieser Mond besitzt dichte Kieferwälder, viele Berge, Landschaften vom skandinavischen Typs und lange Seen. Bis auf ein paar Burgen mit Gärten erscheint dieser Mond unberührt. Das Klima ist mild und regnerisch bei einer fast permanenten Wolkendecke.

Thol0003

Thol 0003 ist sehr erdähnlich mit dichten Wäldern, Wiesen, Bergen und Savannen. Hier leben 4 Mio. Einwohner. Thol0003 wurde bei einem Angriff zerstört.

Thol4380

Thol 4380 ist nur spärlich besiedelt und ein Wiesen- und Savannenmond. Ein 500 m großes Loch erweckt Interesse. Hier könnte ein Geheimnis verborgen werden.

Thol0432

Thol 0432 gehört zu den sog. Stationsmonden, die die Nebelbarriere versorgt. Er ist wie alle anderen Stationsmonden öde, ein „besserer, runder Asteroid“ mit pockennarbiger Oberfläche.

Rideryon Regionen

Die Nordseite des Riffs ist am bevölkerungsreichsten. Hier liegt auch die Hauptstadt Ajinahstadt. Ajinahstadt liegt im Land der Manjor. Sie bilden auch die Hauptbevölkerung, obgleich Ajinahstadt eine multikulturelle Stadt ist. Ajinahstadt ist eine moderne Stadt mit jedoch eher antik wirkender Architektur.

Die Länder und Nationen der fortgeschrittenen Völker grenzen an das Land der Manjor. Eine weitere bekannte Stadt ist Commerza, eine fliegende Wolkenstadt, die das wohl größte Handelszentrum bildet. Es wird von Hamamesch geführt.

Im Westen gibt es viele öde Landstreiche, die von gigantischen Gebirgen und Vulkanen geprägt sind, obwohl es auch hier einige Waldgebiete zu geben scheint. Dort ist Sitz der Jaycuul-Ritter und der Termetoren, die seit Jahrmillionen Diener von Nistant sind. Ebenfalls wurde dort die alte Stadt der Lilim entdeckt (Dorgon 178). Die Kargheit des Westens ist vor allem auch durch die vielen Salzmeere bedingt.

Dazwischen liegt das Land Buural. In der Mitte des Riffs befindet sich eine gigantische Wüste (sie heißt Koorovogg), etwa 20 mal so groß wie die gesamte Erdoberfläche. Die Südseite wird von einem riesigen Ozean (der größte von Rideryon, er heißt Vhuukh-Ozean) getrennt. Dahinter verbergen sich endlose Wälder und Dschungel. Es gibt dort keine bekannten, hoch stehenden Kulturen.

Rideryon

Das Rideryon ist eine Insel im Weltraum. Sie ist Zentrum eines künstlichen Sonnensystems namens Resif-Sidera. Das Rideryon selbst ist nicht rund, wie bekannte Planeten, sondern langgezogen, wirkt zerklüftet, weshalb es auch den Eigennamen Riff trägt. Die Landmasse selbst ist Millionen Kilometer lang und Billiarden an Lebewesen existieren darauf.

Astronomische, geografische und physikalische Daten

Erfahre mehr über die gigantische Ausdehnung der Weltrauminsel, ihre Beschaffenheit, Geologie, Atmosphäre und vieles mehr.

Regionen

Die Landschaft auf dem Rideryon und schier unvorstellbar groß. Lerne mehr über die unterschiedlichen und faszinierenden Regionen der Weltrauminsel.

Städte und Ortschaften

Große Metropolen bilden die Zentren des Rideryons. Ajinahstadt als Sitz der Hohepriesterschaft Nistants, die unterirdische Stadt Amunrator oder die fliegende Handelsstadt Commerza sind nur einige der großen Städte.

Völker

Das Rideryon ist ebenso vielfältig wie reich an unterschiedlichsten Völkern und Spezies, die es auf ihrem Streifzug durch das Weltall im Laufe von 200 Millionen angesammelt hat.

Tholmonde / Resif-Sidera

Knapp 8.000 Monde umkreisen das Rideryon im Resif-Sidera, dem System des Rideryons. Die 500 Kilometer durchmessenden Monde sind eigenständige Raumschiffe.

Gesellschaft / Kultur / Begriffe

Bräuche und Sitten, Religion und Begriffe aus dem Rideryonisch.

Geschichte

Viel ist über die Geschichte des Rideryons noch nicht bekannt. Werden Roi Danton und seine Begleiter mehr in Erfahrung bringen?

Bekannte Rideryonen

Mashree – Der Späher Rideryons
Zigaldor – Der Hohepriester der Nistantschaft
Tashree – Bruder Mashrees und General Rideryons

Galerie zum Rideryon

Pugnon

Pugnon ist die Kampfschule in Dom und gleichzeitig ein Stadtteil. Hier ist auch die Raumfahrtakademie ansässig. In Pugnon werden Soldaten und auch Raumfahrer für Kampfeinsätze geschult und ausgebildet.  Die Raumfahrtakademie ist hier hoch angesehen; Absolventen mit bestandenen Prüfungen werden hier ehrenhaft verabschiedet; man ist nun wer. Auf dem großen Ehrenplatz findet dann die große Abschiedszeremonie statt. Nicht nur Raumkampfpiloten, sondern auch Feldherren, Offiziere des Oppidalons und Angehörige der Prettos-Garde haben hier ihre Karrieren begonnen. In der gleichnamigen Kampfschule werden verschiedene Kampftechniken geübt und gelehrt. Es gibt hier auch viele Kampfarenen, darunter die Defensio-Arena (blau, hinter der roten Skulptur).

Pugnon, Stadtteil in der dorgonischen Hauptstadt Dom. (C) Stefan Wepil
Pugnon, Stadtteil in der dorgonischen Hauptstadt Dom.
(C) Stefan Wepil

Blaue Berge

Die Blauen Berge tragen den Namen aufgrund des blauen Minerals Tucranit, einem Kristall, der dem Bergkristall sehr ähnlich ist, aber blau bis türkis gefärbt ist. Dazu kommt noch hinzu, dass auch die Vegetation hier bläulich gefärbt ist, insbesondere die charakteristischen Sebuias, einem Nadelbaum, der sehr ähnlich der terranischen Blaufichte ist, die Nadeln aber noch intensiver gefärbt sind und sehr aromatisch riechen. Dazu kommen die roten, essbaren Zapfen. Die Vegetation und das Mineral sorgen dafür, dass die Berge tatsächlich blau erscheinen. Sie liegen etwa 500 km nördlich von Helsukia und haben die Ausdehnung der Alpen. Weite Teile stehen unter Naturschutz.

Sie gelten bei den Dorgonen von Helsuk, insbesondere der Hauptstadt Helsukia als beliebtes Erholungs-, Wintersport und Kurgebiet. Dementsprechend gibt es hier verstreut kleine Kurorte und Hotels. Der höchste Gipfel ist der 4398 m hohe Mt. Kedrus.

Die Blauen Berge von Helsuk
(C) Stefan Wepil

Betrana-Ebene

Die Betrana-Ebene nimmt einen großen Teil des Kontinents Ledor auf Helsuk ein. Hierbei handelt es sich um ein riesiges Feuchtlandgebiet mit artenreichen, oft laubabwerfenden Wäldern, Sümpfen, Mooren, Bajous und einem dichten Flussnetz. Westwinde treiben immer wieder riesige Tiefdruckgebiete ans Land, die für enorme Niederschlagsmengen sorgen können. So gibt es hier regelmäßig Hochwasser, an das aber die Pflanzenwelt gut angepasst ist. Auch viele Amphibien und Insekten leben hier, ebenso die krokdilsähnlichen Vedraks. Viele Landschaften würden Besuchern an Florida, Mississippi oder an die urweltlichen Sumpfwälder Terras erinnern.

Die Feuchtwälder auf der Betrana-Ebene von Helsuk
(C) Stefan Wepil

Doflammia

Die Insel Doflammia ist eine große Vulkaninsel im Süden des Arovor-Ozeans von Helsuk. Hierbei handelt es sich um ein wildes Land mit hoher vulkanischer Aktivität. Nahezu täglich bricht dort irgendwo ein Vulkan aus, auch Spalteruptionen sind hier möglich. Aufgrund der heftigen Aktivitäten wächst hier so gut wie gar nichts; es ist einfach eine archaische Wüste. Die Temperaturen liegen hier trotz der relativ hohen Breitengrades bei +40 C. Es wurden hier 500 Vulkane und 30 größere Spalten gefunden; auch riesige Geisergebiete gibt es hier.

Die “Feuerinsel” Doflammia auf Helsuk, aktivster Punkt des Planeten.
(C) Stefan Wepil

Grund für die heftige Aktivität: diese Insel liegt am Ende einer riesigen, ozeanischen Bruchzone, einem mittelozeanischen Rücken wie auf dem Atlantik. Dmnach ist Doflammia von der Entstehungsgeschichte mit Island zu vergleichen. Es gibt nur Stationen, die von Hypotron-Feldern umgeben sind. Sie dienen der Geoforschung und dem Tourismus,  das Schauspiel der Vulkane sind vor allem nachts beeindruckend.

Kaiserlicher Raumhafen von Dom

Der Kaiserliche Raumhafen, auch “Astrae Caesarum” genannt, ist der älteste Raumhafen von Dom und damit auch bedeutend für Dorgons Raumfahrt. Er liegt ca. 80 km nördlich von Pons Domus.

Kennzeichnend hierfür sind die schneeweißen Gebäude, neben den technischen Anlagen, wie dem Sendeturm für die Leitstelle und den Lagerhallen auch das prunkvolle Empfangsgebäude. Der blaue Belag ist genau derselbe wie auf dem Marktplatz des Decrusian-Platzes. Ein roter Teppich, umsäumt von Palmen und Statuen, bietet Besuchern einen prunkvollen Empfang und führt zu einem riesigen Gang, wo darüber ein großes, goldenes Adlerschiff thront. Rechts im Bild ist das Ehrentor zu erkennen, wo nicht nur Staatsgäste empfangen werden, sondern auch für festliche Anlässe wie dem Tag der Raumfahrt abgehalten werden.

Das Empfangsgebäude des Kaiserlichen Raumhafens in Dom
(C) Stefan Wepil

Im weiteren Verlauf wurde der  Kaiserliche Raumhafen zu klein, um die enormen Besucherströme aufnehmen zu können. Derswegen wurde auch der neue, viel größere Astrae Dorgonum in Betrieb genommen. Seitdem wird der Kaiserliche Raumhafen nur noch kaum genutzt. Allenfalls Staatsbesuche und festliche Anlässe werden hier noch abgewickelt. Lediglich im Falle einer starken Beschädigung von Astrae Dorgonum oder einfacher Überlastung bei erhöhten Besucherströmen dient dieser Raumhafen noch als Aushilfs-Raumhafen.

 

Domsauna

Die Domsauna ist einer der berühmtesten Orte in Dom. Fast immer herrscht hier Hochbetrieb. Insbesondere die höheren Herrschaften lassen es hier gerne krachen, und das vom Vormittag bis tief in die Nacht hinein.

Orgien sind hier an der Tagesordnung; so gibt es viel Speis und Trank in Abwechslung mit Wellness von der klassischen Sauna bis hin zu verschiedenen Massagen, Hautpflege und sogar Klangtherapien. Gegessen und getrunken wird natürlich nur das Beste und Teuerste – die Dekadenz hier kann gut mit der von Arkon mithalten. Insbesondere der sündhaft teure Dorago-Wein wird hier oft konsumiert. Deswegen spricht man hier auch “vom Ort, wo der Dorago-Wein wie die Medorga-Wasserfälle fließt”, wenn man die Domsauna erwähnt.

Es kann im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich “schwül” zugehen, denn hier werden auch gerne sexuelle Praktiken ausgeübt, wenn auch relativ flüchtig und nicht so “hart” wie im Armorium. Auch herrscht hier fast immer Partystimmung, so dass hier der eine oder andere enthemmt sein kann.

Wer nicht an Orgien teilnimmt, der kann auch Duftbäder und andere Wellness-Angebote in Anspruch nehmen. Die Eintrittspreise sind jedoch ziemlich hoch.

Das Saunarium in Dom auf Dorgon. (C) Stefan Wepil
Das Saunarium in Dom auf Dorgon.
(C) Stefan Wepil

Um den 60 m hohen und 150 m durchmessenden Rundbau mit drei Stockwerken und vier Untergeschossen gibt es neben stark blühenden Parks auch einige Hotelkomplexe mit bis zu 1500 Betten, die stets gut gefüllt sind. Sogar Personen aus anderen Planeten übernachten hier. Zu den Raumhäfen hat man sehr gute Anbindungen mit besonders komfortablen Rohrbahnen. Die Parks haben auch eine Lärmschutzfunktion, denn im Saunarium geht es fast immer sehr laut zu. Selbst sonst disziplinierte Personen werden hier oft grölend gesichtet.

Rhetorica Scientia

Der Rhetorica Scientia (“Rede der Wissenschaften”) ist die berühmteste Universität in Dom und der Hort der Wissenschaft. Hier wird über Physik, Kosmologie, Astronomie, Medizin, Geschichte, Sprachen und auch viele technische und militärische Bereiche gelehrt. Auch Professoren werden hier ausgebildet. Wer hier lehren darf, ist man  hoch angesehen.

Die Akademie Rhetorica Sciencia in Dom, der Hauptstadt Dorgons (C) Stefan Wepil
Die Akademie Rhetorica Sciencia in Dom, der Hauptstadt Dorgons
(C) Stefan Wepil

Die Atmosphäre ist betriebsam, aber ruhig, so dass die Studenten sich hier gut konzentrieren können. Mit ihnen wird fürsorglich umgegangen. Auch gibt es hier viele Komfortzonen zum Erholen und Entspannen. Umgeben wird das Ganze von vielen Wohnheimen, damit die Entfernungen nicht zu groß sind.

Hier wird auch Wissen verwahrt und bei Bedarf überliefert. Es gibt daher auch eine Anbindung an das Sulvitalon und dem Arithmon. Neben vielen Dateien gibt es hier aber auch eine riesige Bibliothek.

Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse von hier gelten als Goldstandard. Diese werden unermüdlich weiterentwickelt.

Arithmon

Das Arithmon ist das größte Rechenzentrum des
Planeten, das nicht nur das Sulvitalon bedient, sondern auch die gesamte Stadtverwaltung und auch andere Museen mit Daten versorgt.

Zudem koordiniert das Arithmon zusammen mit anderen Superrechnern die gesamten Flottenbewegungen im Sonnensystem.

Das Arithmon ist so leistungsfähig wie NATHAN oder der arkonidische Robotregent. Zudem dient es als Server zunächst für das “dorgonische Internet” Retis Dorgonum und später für die “Dorgon-Cloud” Nubes Dorgonum und kontrolliert und koordiniert somit den weltweiten Daten- und Nachrichtenverkehr. Der Einfluss des Arithmons geht sogar über die Galaxis M100 hinaus. Damit ist das Arithmon einer der Pfeiler der dorgonischen Macht.

Oberirdisch sind nur die Wohngebäude, Büros und Service-Center zu sehen. Die hochsensiblen Bereiche sind allesamt
unterirdisch, auch die Datenspeicher. Diese sind sicher verbunkert und genauso unangreifbar wie das Oppidalon.

Das Arithmon in Dom, der Hauptstadt der kaiserlichen Zentralwelt Dorgon in der Galaxie M100 (C) Stefan Wepil
Das Arithmon in Dom, der Hauptstadt der kaiserlichen Zentralwelt Dorgon in der Galaxie M100
(C) Stefan Wepil

Sulvitalon

Das Sulvitalon ist ein riesiges Museum der Stadt Dom in Dorgon. Das Areal ist etwa doppelt so groß wie Luxemburg und beinhaltet einige Viertel mit eigenständigem Flair.

Dieses Museum erzählt 90000 Jahre Geschichte der Stadt – von der Gründung bis zur Gegenwart. Der Name entstammt dem Berg und dem umgebenden Land, wo früher die Sulviten, einem Stamm der Ur-Dorgonen, gelebt haben. Dieses steppenartige Land ist größtenteils durch Klimaveränderung und Kultivierung, vor allem durch den Bau von Dom, verschwunden. Nur eine kleine Parzelle von der Größe der Niederlande ist als Reservat erhalten geblieben, um der Bevölkerung  einen Eindruck über die früheren Dorgonen-Völker zu vermitteln.

Die bebaute Fläche ist nur die “Spitze des Eisberges”, denn es existiert eine riesige Unterstadt mit vielen Katakomben und teilweise roh erscheinenden Höhlen. Dadurch ist der Komplex viel größer, als er aussieht.

Das charakteristische rote Verwaltungsgebäude ist teilweise in den Hängen eines Berges eingebaut und liegt in einer almähnlichen Landschaft.

Da Sulvitalon in Dom, der Hauptstadt des Planeten Dorgon, der Zentralwelt der Galaxis M 100 - Dorgon (C) Stefan Wepil
Das Sulvitalon in Dom, der Hauptstadt des Planeten Dorgon, der Zentralwelt der Galaxis M 100 – Dorgon
(C) Stefan Wepil

Beim Streifzug kann ein Besucher Überraschungen erleben. So könnte es ihm vorkommen, als wäre er mit einem Schritt ins antike Alexandria oder einer anderen uralten Stadt in Ägypten gegangen. In den Erzählungen kommen zudem ägyptische Gottheiten wie OSIRIS, AMUN, ISIS oder ANUBIS vor. Diese Geschichten gehen sogar noch weiter zurück.

Auch das ist das Sulvitalon
(C) Stefan Wepil

Angeschlossen ist das Sulvitalon an das Computernetz Nubes Dorgonum und dem Arithmon, wo dort Daten abgespeichert werden und als Server dient. Dort befinden sich auch die astrophysikalischen Daten von sämtlichen Welten des Imperiums und der Galaxis – auch diejenige, die schon längst zerstört worden sind. Alles ist penibel in diversen Datenbanken festgehalten worden. Auch alle Völker der Galaxis, auch diejenigen, die nicht mehr existieren, wurden hier aufgenommen, sei es Biologie, Kultur und deren politischen Einstellungen. Leider werden diese Fakten vor allem in den “dunklen Zeiten” wie z. B. unter Nersonus dazu benutzt, viele Völker damit  “herab zu stufen”, um sie als Sklaven einsetzen zu können.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das sog. “Weltarchiv”. Das charakteristische Glasgebäude mit den Kristallfenstern und der goldbeschichteten Weltkugel beinhaltet eine regelrechte “Weltausstellung”. In dem Gebäude wird über die Fakten von dem Planeten, dem Imperium und der Politik erzählt. Auch über Natur- und physikalischen Gesetze und Phänomene erhalten die Besucher Informationen, ebenso über die Politik und Geschichte. Die Exponate liegen hier teils real, teils als Hologramme vor.  Das alles wird lebendig, verständlich und teilweise auch spielerisch dargestellt. Auch dieses Gebäude ist an den Servern “angeschlossen”. Ein Besuch des Weltarchivs ist für dorgonische Schulklassen einmal im Jahr Pflicht.

Das Weltarchiv des Sulvitalons
(C) Stefan Wepil

Ca. 200 km östlich des Komplexes und etwa so groß wie die Niederlanden ist die Steppe der Sulviten. Es handelt sich um eine Kurzgras-Steppe, deren höchste Grasart bis zu 20 cm hoch werden kann. Ein unsichtbarer Klimaschirm konserviert dieses Gebiet, denn als die Sulviten dort gelebt haben, war es auf Dorgon noch kühler – eine Folge einer ausklingenden finalen Eiszeit (vor ca. 105000 Jahren). Die Dorgonen pflegen das Gebiet und halten es so ursprünglich wie es geht. Damit soll geschichtlich die “Prä-Dom-Zeit” (Tempanteon, aus tempus anteus entstanden) aufgearbeitet werden. Die Steppe muss im heutigen klimatischen Kontext als “künstlicher Lebensraum” angesehen werden, so ähnlich wie die Lüneburger Heide. Sich selbst überlassen, würde sie schnell wieder von der umgebenden Vegetation eingenommen werden.

Die Steppe der Sulviten nahe dem Sulvitalon
(C) Stefan Wepil