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Tashool

Die Tashool gehörten zu den ältesten Geschöpfen im Riff. Zwei Stummelbeine, ein wuchtiger Körper, zwei Arme und dann der lange Hals. Mund, Nase und Ohren befanden sich am Hals, dessen Ende sich in fünf Stielaugen aufteilte. Sie leben im bewaldeten Osten und sind an 1.5 g und 53 h Sidyla gewohnt.

Baagonen

Gazellenartige Wesen am Rande zur Ylorszone. Bescheidene Bauern ohne große technische Errungenschaften. Aufgrund ihres Körperbaus können sie schnell vor den Feinden fliehen. Ihr Lebensraum sind weitläufige Savannen und lockere Wälder, die dann in Nadelwäldern übergehen können. Sie sind an einem 27-h-Tag angepasst. Das Land Baagon hat eine 8750 km lange Grenze zum „Ylors-Land“.

Murrh

Murrh sind tief religöse, schwabbellige, kleine Kugelwesen, die ziemlich schleimig sind und gurrende Geräusche von sich geben. Sie leben im Dienste der Hohepriesterschaft und gelten als treueste Diener der Manjor. Sie leben in feuchten Ried- und Sumpfgebieten in der Nähe von Butsaa, die zusammen eine gemeinsame Klimazone bilden. Sie sind an einem 36-h-Tag angepasst. Ihr Verbreitungsgebiet ist ungefähr so groß wie Indien.

Battanus

Battanus sind fisch/krebsähnliche Gestalten und leben vornehmlich in feuchten Gebieten. Sie sind eher raubeiniger Natur und besitzen wenig Anstand. Sie gelten jedoch als exzellente Raumfahrer.

Kapitän Fyntross – ein gefürchteter Arawak-Pirat des Rideryon vom Volk der Battanus.
© John Buurman

Ihr bekanntester Vertreter war der Riffpirat Kapitän Fyntross. Sie leben meistens im Osten, vornehmlich im Land Batta, ein großes Sumpfgebiet von der Größe Südamerikas, wo dort ein „ganzjährig“ schwülwarmes Klima mit heftigen Niederschlägen herrscht.

Sie sind an einer 33-stündigen Sidyla angepasst.

Ihre Hauptstadt ist Battoval, wie alle anderen Städten in den Sumpfgebieten eine Plattformstadt, da es hier keinen richtig festen Untergrund gibt und die Häuser hier einsinken würden. Die bronzene Stadt mit ihren 3 Mio. Einwohnern besticht durch eine Architektur, die aus „Krebspanzern“, Muscheln, Schalen und Kuppeln besteht.

Die Stadt Battavol im Land Batta auf dem Rideryon.
© Stefan Wepil

Vessyl

Vessyl sind große, humanoide Tausendfüssler, die in der Regel eher niedere Arbeiten verrichten. Vessyl gelten als Mitläufer und haben nur geringe Machtansprüche.

Vessyl
(C) John Buurman

Das Vessyl-Gebiet umfasst die urtümlichen Dschungelgebiete südlich des „Butsaa-Sumpfes“ und sind an 1.2 g und einem Tagesrhythmus von 43 h angepasst. Das Gebiet ist flächenmäßig etwa so groß wie Afrika.

Land der Vessyl auf dem Rideryon
(C) Stefan Wepil

Da sie naturverbunden leben, haben sie auch keine Städte, sondern nur burg- oder dammartige Anlagen. Man geht von einer Einwohnerzahl von ca. 3 Mia aus.

Giganten von Thol

Fast drei Meter große, humanoide, stark behaarte Giganten, die vornehmlich auf den Tholmonden leben. Trotz ihrer Erscheinung gelten die Giganten von Thol als friedfertige Wesen, die die Verwaltung vieler Monde übernommen haben. Optimal für sie wäre ein 30-Stunden-Tag, können aber auch problemlos viel kürzere oder längere Tage aushalten. Ihr Biorhythmus erinnert aufgrund der Lebensweise auf den Monden mehr dem eines Raumfahrers.

Hutsaaven

Hutsaaven sind schweinskopfähnliche Humanoiden, die in den Randgebieten zwischen Buural und der Dunkelseite des Riffs leben. Husaaven gelten als unangenehme und brutale Zeitgenossen. Sie arbeiten sogar für die Ylors und erstellen Parafallen, um die Riffmausbiber zu erlegen und an die Ylors zu verkaufen. Ihr Lebensraum sind dichte Laub- und Nadelwälder mit kräftigen Jahreszeiten; ihr Biorhythmus funktioniert am besten bei ihrem „heimischen“ 49-h-Sidyla, können aber bis zu einem 70-h langen Tag problemlos leben. Das Land der Hutsaaven hat eine 15000 km lange „Außengrenze“ zum Ylors-Land. Auf der anderen Seite gibt es eine schroffe, rote Wüste (die Kokh-Wüste) und ein 500000 km langer Ozean von der 10-fachen der Erdoberfläche, der Mingor-Ozean genannt wird.

Insgesamt leben hier 10 Mia Hutsaaven, verteilt auf einer Fläche von der dreifachen Erdgröße. Es gibt keine richtigen Städte, sondern nur verstreute Kleinsiedlungen, die jedoch technisch hochgerüstet sind. Deswegen sind sie auch nur schwer auszumachen.

Dychoo

Die Dychoo besitzen keinen Kopf. Ihre Augen sehen aus wie große Brüste und befinden sich am Oberkörper. Sie verständigen sich rein telepathisch. Dychoo gelten als sehr intelligent aber auch verschlagen. Sie werden als Wissenschaftler, Lehrkräfte und auf Raumschiffen vornehmlich eingesetzt. Aufgrund ihrer telepathischen Fähigkeiten werden sie aber auch gefürchtet.

Drei Beine, ein stämmiger Torso mit vier Armen. Dort, wo bei den meisten Wesen der Kopf war, war nichts. Die Augen befanden sich dort, wo bei Daccle die Brust war. Er sah etwas aus, wie eine weibliche Gannel, doch das waren ja nicht richtige Brüste, sondern seine Augen.

Einen Mund besaß ein Dychoo nicht. Ohren auch nicht. Er nahm alles telepathisch wahr. Die Atmung erfolgte über den Rücken. Dychoos waren ein seltsames Volk. Es sind ruhige, intelligente Vertreter der Riffaner, aber auch sehr unfreundlich und neunmalklug.

Sie leben vornehmlich in den westlichen Savannen- und Steppengebieten vor den großen Wüsten. Am besten kommen sie mit  31-33-stündigen „Tagen“ (Sidyla) zurecht; optimale Schwerkraft: 1.3 g.

Miskatoor-Feen

Die kleinen Miskatoor-Feen ähneln tatsächlich Feen aus Märchen. Es sind kleine Humanoide mit großen Augen und Flügeln. Sie sind sehr friedlich und pazifistisch. Sie legen Streitigkeiten bei und gelten als die Diplomaten in der Riffgemeinschaft. Ihr Lebensraum sind märchenhaft schöne Wälder, Pilzwälder, Berglandschaften und stark blühende, oft blaue Wiesen mit kniehohem Gras. Ihre „Tageszeiten“ dauern 31 h und sind an 0.8 g gewöhnt. Ihre Hauptstadt ist die 7 Mio Einwohner zählende Metropole Miskatara mit ihren charakteristisch gewundenen, blauen oder bunten Türmen. Das Klima im Land Miskatoor ist angenehm warm fast ohne Jahreszeiten bei einem heiteren Wetter.

Ihre Einwohnerzahl wird auf ca. 2.5 Mia geschätzt, wovon die meisten jedoch in kleineren Städten bis 500000 Einwohner leben. Ihr Verbreitungsgebiet ist etwa so groß wie Eurasien.

Buuraler

Die Buuraler sind ein kriegerisches Volk, welches zwar nur Hohepriesterschaft gehört, aber durchaus ihre eigenen, innenpolitischen Probleme hat. Buuraler sind humanoid und erinnern stark an Terraner. Das Land Buural ist doppelt so groß wie Eurasien und hat insgesamt 2 Mia Einwohner.

Pyla – Die Rideryonin stammt vom Volk der Buuraler
(C) Gaby Hylla

Ihr Land besitzt alle gemäßigten Klimazonentypen wie Laub- und Nadelwälder, Steppen, Savannen, Prärien, viele Berge, mild aktive Vulkane, Seen und Flüsse und gemäßigte Sümpfe. Bis auf den etwas längeren 33-h-Tag können die übrigen Parameter als nahezu identisch mit Terra gelten. Es gibt keine richtigen Megastädte, die größer als 4 Mio Einwohner sind. Die Städte erinnern an die in Russland, Mongolei oder Europa; es gibt aber auch viele Nomadensiedlungen.

Persy

Die Persy sind  schwabellige Molluskenwesen. Sie sind Händler und haben im Laufe der Zeit legale und illegale Handelsorganisationen aufgebaut. Die Kapitalisten liegen oftmals im Handelsstreit mit Völkern wie den Hamamesch. Die Persy-Allianz ist eine der größten, kriminellen Organisationen im Riff, die vor allem Piraten – wie z. B. Fyntross – beschäftigt. Wie die Murrh und Butsaaven leben sie in der größten Sumpfregion von Rideryon und sind Temperaturen bei 35 °C und einem 38-Stunden-»Tag« gewohnt.

Sie leben meistens im Wasser und haben Unterwasserstädte errichtet, die sehr ähnlich mit den Meeresstädten von Ednil sind. Ihre Einwohnerzahl wird auf 3,5 Mrd. geschätzt.

Persy
© John Buurman

Ylors

Die Ylors sind einst Alysker gewesen, die vor Jahrmillionen durch den Bann der Kosmokraten zu Ylors wurden. Die Ylors sind Vampirwesen. Sie können ihre Gestalt verändern. So ist es den Uralyskern möglich, ihre alyskische Gestalt anzunehmen. Sie können sich aber auch in große Fledermäuse oder Wolfsmenschen verwandeln. Die Mischylors (Wesen, die zu Ylors wurden) sehen eher verstümmelt aus .

Vor 42 Millionen Jahren wurden die Ylors unter der Führung von Medvecâ aus dem Kreuz der Galaxien (der Heimat der Alysker) zum Riff gebracht. Initiator der Umsiedlung war Rodrom. Die Ylors stellten sich demnach gerne in den Dienst von MODROR, zumal sie einen natürlich Hass auf die Kosmokraten und auch ihr Urvolk die Alysker haben.

Der Fürst der Ylors - Medvecâ (C) Gaby Hylla
Der Fürst der Ylors – Medvecâ
(C) Gaby Hylla

Früher entstanden die Ylors durch Alysker, die mehr als 30 Tage ihrer Heimatwelt fern blieben. Durch eine Seuche mutierten die Ylors jedoch. Ein Blutdurst entstand durch ein Enzym. So nährten sie sich vom Blut anderer. Dabei infizierten sie die Gebissenen mit einem Virus, der diese Wesen – sofern ihr Körper nicht so sehr beschädigt wurde – selbst zu Ylors wurden. Das bewirkte vor 80 Millionen Jahren wieder einen rasanten Anstieg der als ausgerottet geglaubten Ylors im Kreuz der Galaxien. Integrationsversuche wurden vor allem durch Eorthor abgelehnt, so dass die Ylors sich bereitwillig Rodrom anschlossen.

Die Ylors mögen kein Licht und bevorzugen kühle bis kalte Temperaturen, wie sie auf der Unterseite des Rideryons herrschen. Bedingungen und Lebensräume ähneln sehr stark von Alysk (s. dort). Sie können aufgrund ihrer Wandlerfähigkeit mit allen Schwerkraftverhältnissen gut klar kommen (0.75 bis 1.5 g)

Keshruuv

Auf dem Vulkanberg Keshruuv fand vor knapp 210 Millionen Jahren der Zweikampf zwischen Nistant und Lilith statt, bei dem beide starben.

Der Berg Keshruuv auf dem Rideryon
(C) Stefan Wepil

Hierbei handelt es sich um einen typischen Schichtvulkan in Kegelform, etwa wie der Ätna oder der Kilimandscharo. Er liegt inmitten der riesigen, schwarzen Lavawüste Kesh und ist 6230 m hoch. Das Klima in der Wüste Kesh (groß wie Europa) ist typisch wüstenhaft mit Temperaturen um bis zu +80 C (möglicherweise noch mehr möglich), bedingt schon alleine durch die dunkle Farbe des Lavas. Nachts kann es brutal kalt werden, bis zu -45 C, wobei die Temperatur rasant ansteigen und abfallen kann. Nur die allerhärtesten Lebensformen wie Mikroorganismen, Flechten, Schimmel und einige Insektenarten können hier überleben. Leben ist hier eher unterirdisch zu erwarten, abgeschottet von den ungastlichen Bedingungen.

Der Vulkan selbst hat mehrere Nebenkrater und bricht alle paar Tausend Jahre aus, von der Heftigkeit durchaus vergleichbar mit Krakatau. Dann wird die Wüste geradezu umgepflügt und die Luft mit Staub gefüllt. Der Vulkan wurde wiederholt fast komplett weggesprengt und wieder neu geschaffen – die Lebensdauer ist aufgrund des stationären Hot Spots ungewöhnlich, ihn gab es schon, als das Riff noch nicht vollständig fertiggestellt wurde, also vor ca. 220 Mio Jahren. In einiger Entfernung wurden weitere Vulkane gefunden, die jedoch bei weitem nicht so groß und von jüngerer Natur sind. Das Gebiet liegt im Westen, ziemlich abseits von Ajinastadt. Aufgrund der Randlage dauert eine Sidyla gut 74 Stunden. So können auch bei einem heftigen Ausbruch keine Staubwolken in Richtung Ajinastadt und anderen Ballungszentren erreichen.

Commerza

Die fliegende Stadt Commerza ist – wie der Name schon sagt – ein Handelsstadt, welche von den Hamamesch geleitet wird. Visuell erinnert die fliegende Stadt an einer der fliegenden Fabriken über den Level-Planeten Zimbag in Endreddes Bezirk.

Hier konzentrieren sich 100 Mio Einwohner auf einer Fläche, die nur halb so groß wie Deutschland ist. Deswegen sind die Bedingungen auch hier teilweise nicht gerade lebensfreundlich, zumal es hier auch an Grün fehlt. Von weitem mag die Stadt durch die vielen Lichtquellen spektakulär aussehen, beim näheren Hinsehen entpuppt sich die Architektur eher schnöde – fast wie in einem Industriegebiet oder in einer amerikanischen Stadt, nur noch grauer. Zudem herrscht hier teilweise eine qualvolle Enge. Es gibt hier viele 3D-Holo-Werbungen, während zahllose Luftschiffe die Einwohner permanent akustisch mit Werbung berieseln.

Die fliegende Stadt Commerzia auf dem Rideryon
(C) Stefan Wepil

Für einen terranischen Besucher ist ein Aufenthalt hier wegen der vielen Sinneseindrücke äußerst anstrengend. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hamamesch sich an unterschiedlich wechselnden Tageszeiten anpassen müssen (milder „Jetlag“), da wegen der besonderen Bewegungsrichtungen der Sonnen auf Rideryon unterschiedliche Tageslängen ergibt. Auch der Flug der Stadt selbst kann zu Zeitverschiebungen und damit zum Jetlag der Einwohner führen. Das Aufkommen der Hamamesh hat das Leben in ganz Rideryon spürbar verändert, denn es ist hier nun so etwas wie moderner Kapitalismus eingezogen. Das Auftauchen von Commerza kann bei einigen Einwohnern Unbehagen verursachen, wenn die riesige Stadt über die Sonne zieht und so ein ziemlich großes Gebiet verdunkelt.

Ajinahstadt

Ajinahstadt ist die wichtigste Metropole auf dem Riff. Benannt nach der großen Liebe Nistants erstrahlt sie in hellem Weiß. Ein Wahrzeichen ist ein 700 m hoher Spiralturm, zu dem niedrigere Gebäude sternförmig zulaufen.

Ajinastadt bedeckt eine Fläche von der Größe Nordamerikas, riesig und für Rideryon-Verhältnisse wiederum winzig. Sie hat 513 Mio Einwohner, kann sich also durchaus mit Dom messen – auch von der Schönheit her. Sie ist modern und antik zugleich – auch da gibt es Gemeinsamkeiten mit Dom. Ebenso das Charakteristikum, dass es hier viele Viertel mit eigenständigem Flair gibt. Sie können von ägyptisch, griechisch und römisch über Gotik und Jugendstil bis hin zu futuristischen Formen reichen, wobei diese Elemente auch gemeinsam an einem Gebäude kombiniert sein können. Andere Gebiete würden den Besuchern wiederum an einen kleinen Dorf in Süddeutschland erinnern. Auch die Farbgebung ist unterschiedlich, aber immer dominieren hier sehr helle Töne. Es gibt Viertel mit verschiedenen Pastelltönen, Weiß oder Metallictönen. Diese Stadt wirkt trotz ihrer Größe verblüffenderweise „verschlafen“, ist also im Gegensatz zu Dom nur selten hektisch und lärmig. Das Stadtklima wird noch zusätzlich durch teilweise bizarren Parks und riesigen Gärten günstig beeinflusst.

Ajinahstadt auf dem Rideryon
(C) Stefan Wepil

Wie Dom ist auch diese Stadt strukturell „wie gewachsen“, wenn auch lockerer gebaut. Der eigentliche Stadtkern ist mit 8 Mio Einwohnern winzig, danach geht es schnell meist in gartenstadtähnlichen Siedlungen über. Nur hier und da gibt es Cluster von Wolkenkratzern, die aber ebenfalls „antik“ sind. Man hat nicht unbedingt das Gefühl, in einer riesigen Stadt zu sein, wie etwa in Dom. Da die Stadt in einem zerklüfteten Hügelgebiet mit gelblichem bis ockerfarbenem Gestein gebaut wurde, gibt es am Rande der Stadt in Fels eingehauene Häuser, z. B. im Velkat-Viertel. Auch ansonsten sind die Häuser aus einer einheimischen Marmor-Art oder aus Sandstein gebaut worden.

Das Viertel Velkat in Ajinahstadt auf dem Rideryon.
(C) Stefan Wepil

Im Zentrum selbst merkt man von der kargen Umgebung nichts mehr. Es gibt sicherlich verlassene Steinbrüche; man erkennt sie aber wegen der langen Stillegezeit nicht mehr. Die moderne Technik verbirgt sich meistens „unter der Haube“. Es gibt 50 Flüsse, die durch das Stadtgebiet fließen und so für Trinkwasser und den Schiffsverkehr wichtig sind. Von diesen Flüssen können Kanäle und Grachten ausgehen, so dass manche Viertel ein wenig an Venedig erinnern. Das Umland und Klima ist gemäßigt, etwa vergleichbar mit Mitteleuropa, also warme Sommer und milde Winter mit nur selten Schnee; jedoch ist es in der Stadt selbst seltsamerweise stickig und schwülwarm. Die Geländeformen bestehen aus Ebenen, Flüssen, Wäldern, kargen Landstrichen und mittelhohen Bergen, vergleichbar mit dem Harzgebirge. Das milde Klima wird auch durch die recht kurzen Sidylas begünstigt; hier dauern sie nur 26 Stunden. Das gesamte „Manjor-Land“ hat eine Fläche von der 20-fachen der Erdoberfläche. Es gibt auch in etwa 7000 km Entfernung östlich davon ein Ozean von der Größe des Indischen Ozeans, das Gargod-Meer.

Ajinahstadt auf dem Rideryon
(C) Stefan Wepil

Im Zentrum der Ajinastadt befindet sich ein riesiger Rechner namens AJITRAC, dessen Leistung sich durchaus mit der von NATHAN aufnehmen kann. Die „Kartographierung“ des Riffs erfolgte beim Zusammenbau, und zwar schrittweise. Jede neu hinzugekommene Welt wurde sorgfältig dokumentiert. Trotzdem kennt kein Wesen das ganze Riff, auch gibt es darum über verschiedene Landstriche nur als „Mythen“, und das ist von Volk zu Volk verschieden. Niemand wird das Riff ganz begehen können, allenfalls Landstriche von der vielfachen Planetenoberfläche. Daher gilt Rideryon mit normalen Mitteln als „unerforschbar“ – trotz des Supercomputers. Vieles wird auch wieder vergessen.

Das Technikerhaus von AJITRAC in Ajinahstadt
(C) Stefan Wepil

Amunrator

Amunrator ist eine unterirdische Stadt an der Grenze zum Herrschaftsgebiet der Ylors. In Amunrator leben vor allem viele Gannel. Die Stadt gilt als Hochburg der Wissenschaft und Raumahrttechnologie. Hier wurde auch das Raumschiff des Rideryon-Spähers konstruiert.

Die unterirdische Stadt Amunrator auf dem Rideryon.
(C) Stefan Wepil

Diese Stadt hat ca. 198 Mio Einwohner und kann als „lärmigen, chaotischen Ameisenhaufen“ bezeichnet werden. Es gibt lange Gänge, teils roh, teils mit Fassaden und riesige Kammern bis zu 600 m Höhe. Zwar sind auch die Wände bebaut, es gibt aber auch freistehende Gebäude, fast wie in Ajinastadt. Hier hat man teilweise den Eindruck, sich im Freien aufzuhalten, wenn man von den vielen künstlichen Lichtquellen gerade absieht. Die Architektur der Häuser kann man als „kühl“ und eher schlicht bezeichnen, obwohl es auch hier einige durchaus schöne Ecken gibt. Es gibt viele solcher „Kammern“, die man im Prinzip als eigenständige Städte ansehen kann. So kann man hier ebenfalls verschiedenartig gestaltete Viertel vorfinden. Auch hier gibt es Parks, Gärten und Felder, die durch künstliche Minisonnen und Bewässerungsanlagen versorgt werden. Sogar künstliche Seen, die durch Höhlenmeere gespeist werden, findet man hier. Einige der Kammern sind reine Werften oder Industriegebiete. Der Querschnitt durch Amunrator würde dem Betrachter eine Ähnlichkeit mit einem Termitenbau vermitteln. Von außen ist Amunrator nur durch „Ausstiegsluken“ erkennbar, damit die Gannels Kontakt zur Außenwelt haben und auch das nötige wissenschaftliche Gerät bzw. fertiggestellte Produkte, wie dem Rideryon-Späher transportiert werden können. Gebaut wurde diese Stadt in einer natürlichen „Trockenhöhle“, die dann umgebaut wurde. Das Umland der „Luken“ ist meist karg mit Steppen und Wüsten.

Rideryon Tholmonde

Die Thol-Monde könnten man in der geistigen Fantasie sich wie „Fische“ vorstellen, die das Riff umschwärmen. Jeder der Monde ist individuell, obwohl sie eine „genormte“ Größe von 500 km Durchmesser haben. Sie haben ebenfalls sehr vielfältige Umwelten, also Wüsten, Savannen, Wälder, Meere oder Berge, wobei diese jedoch dominieren. Von den Monden hat man oft einen grandiosen Ausblick auf Rideryon. Man hat teilweise den Eindruck, dass man wie in einem Flugkörper Rideryon überfliegt. Andere Thol-Monde können sich zwischen den gewaltigen „Berggipfeln“ hindurch bewegen. Beim Anflug würde man die Thol-Monde zunächst wie feine Staubkörner erscheinen, ehe sie dann das wahre Aussehen offerieren. Würde man die Monde auf die ganze Fläche Rideryons verteilen, so wären sie im Durchschnitt 2,5 Mrd. km voneinander entfernt. Es gibt aber in Wahrheit große Gebiete, die (zurzeit) „mondleer“ ist, während anderswo die Monde sich vorübergehend zu Clustern zusammenballen können. Das ist durch die dynamischen Bewegungen der Thol-Monde zueinander bedingt. Offensichtlich verhindert eine hohe Technik (z. B. Art „Radar“ wie bei der Einparkhilfe der Autos), dass die Monde zusammenstoßen. Deswegen sieht auf Rideryon auch der Himmel jeden „Tag“ niemals gleich aus. Das ist in etwa vergleichbar mit einem sich schnell bewegenden Sternenhimmel.

Tholmond
(C) Stefan Wepil

Während einige Monde Rideryon nahe sind, sind andere Monde im gesamten Resif-Sidera verteilt. Einige dienen als Energiestationen für die Nebelbarriere, andere als Versteck für Verbrecher und die Arawakpiraten. Die Monde verfügen über Gravitationsverstärker, einen Antrieb und einen Schutzschirm. Somit wird die Atmosphäre gehalten und sie dienen als Satelliten, um weitere Reisen durchzuführen, so zum Beispiel, um neue Galaxien auszukundschaften. Allerdings wird von dieser Möglichkeit kein Gebrauch mehr gemacht. Erst als Cul’Arc zurückkehrt, wird ein Tholmond für Siom Som eingesetzt. Alle Monde können sowohl in die Atmosphäre von Rideryon „eintauchen“, als auch wie „Beiboote“ weiter weg vom Rideryon „fliegen“.

Die meisten verteilen sich in einem Radius von 200 Millionen km um das Riff. Schließlich muss die Sonnenwärme auch bei ihnen ankommen. Zwar gibt es auch welche an der Unterseite, diese sind aber bis zu 4 Billionen km entfernt, liegen inmitten der Nebelbarriere und haben keine Atmosphäre. Diese Monde sehen „ursprünglich“ aus, nämlich öde und kahl – so wie man von Himmelskörpern dieser Größe erwarten würde. Es sind reine Stationsmonde, Wachposten oder Energieversorger und nur selten in Bewegung. Dadurch sehen sie auch unauffällig und harmlos aus und niemand würde man ihre Künstlichkeit ansehen, wenn man von den geringen „Zivilisationsspuren“ (die Anlagen) davon mal absieht.

Landschatf auf Thol 7612
(C) Stefan Wepil

Das Wort Thol stammt aus dem Sargomophischen und bedeutet „Mond“. In der Tat bezeichnet Thol alle Monde (Riff-Satelliten) des Resif-Sideras Insgesamt gibt es 8000 solcher Monde. Jeder Mond hat einen exakten Durchmesser von 500 Kilometern.

Die Bevölkerung wird im Allgemeinen als Riesen von Thol bezeichnet. Sie sind zumeist zwischen 2,50 Meter und 2,90 Meter groß, kräftig gewachsen und sind stark beharrt. Ihr Körperbau ist humanoid. Sie selbst bezeichnen sich als Tholaner und leben in kleinen Gemeinden. Riesen von Thol sind trotz ihres erschreckenden Äußeren sehr sensibel, insbesondere im Umgang mit der Natur.

Auch die Monde sind besonders. Auch sie haben Sauerstoffatmosphären, obwohl sie eigentlich zu klein dafür sind – im Normalfall würden sie wegen der geringen Masse keine Lufthüllen halten können. Im Prinzip schwimmen die Monde in der Luft wie im Wasser, d. h. sie „teilen“ die Atmosphäre mit Rideryon. Deswegen gibt es auch keine Thol-Monde mit Methan- oder sonstiger Giftatmosphäre. Weiter bizarr ist, dass es hier scheinbar keine Rochesche Grenze zu geben scheint – offensichtlich verhindern neutralisierende Schwerkraftfelder, dass die Monde auf Rideryon abstürzen oder zerbröseln. Daher macht die „500-km-Normierung“ auch durchaus einen Sinn, denn mit größeren Himmelskörpern würde die „Anti-Roche-Mechanik“ zu aufwändig und energieintensiv sein. Es gibt daher auch Monde, die ziemlich nah am Riff vorbeiziehen.

Thol7612

Dieser Riff-Satellit wird zur Beobachtung der Randbezirke von Siom Som eingesetzt. Dabei werden die Entropen und die Besatzung der FLASH OF GLORY im Mai 1307 NGZ auf ihn aufmerksam. Hier gibt es bei einem rötlichen Himmel und einem tropisch warmen Klima goldene Wiesen und rötliche Wälder. Ebenfalls charakteristisch sind die grauen Türme, die in der Landschaft leicht unpassend wirken.

Thol2777

Auf diesem Mond blüht der Schwarzmarkt, der Drogen- und Alkoholhandel sowie die Prostitution. Dieser gemäßigte Mond wurde als stark blühend mit weißen Städten mit niedrigen Gebäuden beschrieben. Es gibt dort zwei Kontinente.

Thol2222

Thol2222 ist Anlaufpunkt für die sog. Riffpiraten und alle anderen Gesetzlosen. Es handelt sich um einen tristen Steppen- und Wüstenmond.

Thol0001

Dieser Mond besitzt dichte Kieferwälder, viele Berge, Landschaften vom skandinavischen Typs und lange Seen. Bis auf ein paar Burgen mit Gärten erscheint dieser Mond unberührt. Das Klima ist mild und regnerisch bei einer fast permanenten Wolkendecke.

Thol0003

Thol 0003 ist sehr erdähnlich mit dichten Wäldern, Wiesen, Bergen und Savannen. Hier leben 4 Mio. Einwohner. Thol0003 wurde bei einem Angriff zerstört.

Thol4380

Thol 4380 ist nur spärlich besiedelt und ein Wiesen- und Savannenmond. Ein 500 m großes Loch erweckt Interesse. Hier könnte ein Geheimnis verborgen werden.

Thol0432

Thol 0432 gehört zu den sog. Stationsmonden, die die Nebelbarriere versorgt. Er ist wie alle anderen Stationsmonden öde, ein „besserer, runder Asteroid“ mit pockennarbiger Oberfläche.