und MODRORs Wille. Um diesen Willen zu ergründen, müssen wir genau
wissen, was geschehen ist. Nur aus der möglichst exakten und detaillierten
Wiedergabe des Geschehenen ist er herauszulesen. Insofern war deine
Frage nach dem Namen und der Sprache nicht unwichtig, zeigt die Antwort
darauf doch die wachsende Bedeutung der Dscherro im Völkergemisch der
einstigen Cartwheel-Flüchtlinge. Man sagt, dass diese schon immer
vagabundierende Plünderer waren, die in gigantischen Weltraumburgen von
Stern zu Stern fuhren, um ganze Planeten auszurauben. Diese Lebensweise
haben sie auf die Takhal übertragen. Sie haben seit Jahrhunderten kein
Interesse mehr daran, ein Sternenreich zu erobern und zu beherrschen,
stattdessen ziehen sie in einem guten Dutzend Clans durch die Sterneninsel
und plündern, wo sie nur können. Wo sie auf Widerstand stoßen, stürzen sie
sich mit Begeisterung in den Kampf, oft sind die Clans auch untereinander
in Machtkämpfe verwickelt. Einer von ihnen, der Attila-Clan, hat sich zum
Ziel gesetzt, den Kern des einstigen Imperiums auszurauben, die Welt
Dorgon und die Stadt Dom höchstselbst. Und nun sind sie hier.«
Damit beendete Mater Aemelia vorerst ihren Vortrag. Kurush und sie
lauschten einen Moment lang schweigend dem Kriegsdonner über ihnen.
Nach einigem Nachdenken unterbrach der Schüler das Schweigen:
»Somit ist der Grund für diesen Überfall der Einfluss der Dscherro bei
den Takhal, die Ursache dafür ist wiederum der Bürgerkrieg vor vierhundert
Jahren, der wiederum die Folge des Zerfalls des Imperiums ist, der auf den
Hyperimpedanzschock folgte.«
»Das wäre eine mögliche Antwort.«
»Doch wenn man diese Kausalkette immer weiter fortführt, landet man
schließlich bei der Entstehung des Kosmos. Soll das heißen, dass alles, was
geschieht, eine unweigerliche Folge der Existenz an sich ist? Es geschieht,
weil es geschieht?«