»Wo sind wir?«, wollte ich wissen.
»Ich habe keine Ahnung«, antwortete Wigth. Es wirkte ehrlich. Er blickte
sich um, als könne er dabei feststellen, auf welchem Planeten wir uns
befanden, dabei gab es Millionen Welten mit blauem – oder jetzt grauem –
Himmel, Stränden und Wasser.
Es war auch nicht gerade ungewöhnlich, dass Inseln nah beieinander
lagen, wenn sie sich in einer Gruppe befanden. Jevran blickte hoch. Ich tat
es ihm gleich. Die Wolken verdeckten den Morgenhimmel, sodass wir keine
Himmelskörper wie Monde, planetare Stationen oder Sterne entdecken
konnten.
Stattdessen sah ich etwas am Ufersaum. Ich ging hin. Je näher ich dem
Ufer kam, desto klarer erkannte ich, worum es sich handelte: Es war ein
stark skelettierte Leiche. Die Art der Kleidung deutete auf eine Frau hin.
Sie trug eine gelbe Jacke.
»Oh mein Gott«, murmelte Wigth.
Er wandte sich angeekelt ab und musste würgen.
Ich drehte die Leiche der Frau auf den Rücken. Aus dem Mund schob sich
eine Krabbe und verschwand schnell im Wasser.
Sie trug ein Chronometer, das auf einem Ziffernblatt die Zeit anzeigte. Ich
hatte so etwas auf rückständigen Welten gesehen. Die Zahlen von 1 bis 12
deuteten darauf hin, dass dieser Planet offenbar eine Rotationsdauer von
zwölf oder vierundzwanzig Stunden hatte. Dass ich mit den Zeichen auf
dem Chronometer etwas anfangen konnte, verriet mir außerdem, dass dies
hier ein Planet in der Milchstraße sein musste. Die Zeiger waren um 11:23
Uhr stehengeblieben. Es gab keine Datumsanzeige, und die Leiche trug
kein Multikom bei sich. Die Innentasche der gelben Jacke waren leer. Diese
Tote gab mir keine weiteren Informationen über diesen Planeten.
Mir wurde schwarz vor Augen, die Knie wurden weich, und ich sank zu